Skip to content
accelerando

Category Archives: German posts

JAX2009: Impressionen einer Konferenz (ohne Bilder)

24-Apr-09

Wie bereits im letzten Jahr war ich auch dieses Jahr 2 Tage auf der JAX, die dieses Jahr in Mainz statt fand.

Nach zahlreichen Konferenzen in den letzten Jahren, u.a. einige DOAGs, werden meine Gefühle bzgl. dieser Veranstaltungen immer gemischter. Ich habe den Eindruck, dass die Schere zwischen guten und schlechten Vorträgen immer größer klafft. Vielleicht eine Folge dessen, dass versucht wird, immer mehr Slots zu füllen.

Bemerkenswert an der JAX dieses Jahr waren natürlich Rails Day an einem Tag, Grails / Groovy Day am nächsten.

Stefan Tilkov hielt einen gut strukturierten Vortrag über REST Technologien im Rahmen des Rails Day. Das, was er präsentierte, hätte von der Thematik auch gut in einige andere Frameworks gepasst, aber trotzdem: Die Präsentation war gelungen. Gute Mischung aus wenigen Folien und Livecoding. Spätestens danach musste dem Zuhörer klar sein, was REST bedeutet. Im selben Track präsentierte Jonathan Weiss “Advanced Deployment mit Rails” in einer Art und Weise, wie ich mir keinen Vortrag vorstelle: Viel zu viele textlich überladene Folien und zumindest fürs Publikum, eine ungünstige Themenwahl. So fiel auch leider das “advanced” weg, was im Rahmen von Fragen wie “Was ist besser, JRuby oder Grails?” (Was ist besser, Apfel oder Birne?) aus dem Publikum wohl auch gut war.

Der Vortrag Rails 3 von Gregg Pollack wurde zwar in einem gänzlich anderem Stil gehalten als Stefans, war aber trotzdem hörenswert: Frei und sicher gesprochen, ohne zu langweilen.

Auch Keynotes können langweilen: Brian Kim von Liferay sprach zum Thema “Architecting your way through recession: an open source survival kit”. Ich habe nicht eine Aussage aus diesem Vortrag behalten.

Im Gegensatz dazu “Fette Maschinen brauchen schlanke Software” von Klaus Alfert, der sehr anschaulich dokumentierte, warum funktionale oder hybrid funktionale Sprachen in den nächsten Monaten und Jahren immer wichtiger werden. Auch er langweilte nicht mit Textwüsten. Passend dazu, Ted Newards “Busy Java Developer’s Guide to Scala”. Ted ist immer wieder das reinste Vergnügen: “What’s your name? – Rüdiger. – Ok, Walther.”

Was ich nicht verstehe, dass teilweise einige Redner augenscheinlich vollkommen unvorbereitet zu einer Konferenz kommen oder aber die Zuhörer mit endlosen Slides, die aussehen wie ein “man ” in Powerpoint langweilen, anstatt Slides zur Motivation zu nutzen und zur Abwechslung einmal frei zu sprechen. Die Vorträge, die mich wirklich innerlich aufgeregt oder mir wörtlich die Augen zufallen ließen, erwähne ich mal nicht namentlich.

Im Gegensatz zur DOAG ist das Publikum auf der JAX jünger und durchmischter, aber auch teilweise deutlich unhöflicher, was jedes Mal bei der Nahrungsmittelausgabe offensichtlich wurde: Sturm auf das Büffet. Oh wie ich es hasse, wenn Menschen komplett alles an Erziehung vergessen, wenn irgendwo kostenloses Essen rumsteht. Generell zum Essen: Liebe Jaxcon Menschen, lasst doch die Gimmicks wie Taschen, Rucksäcke und Zeugs sein und bestellt etwas höherwertiges Catering :)

Trotzdem, einige nette Gespräche habe ich geführt, u.a. mal ein paar Kollegen von Codecentric kennen gelernt und einen Vortrag von Mirko gehört (Flush and Clear: O/R Mapping Pitfalls), nachdem ich immer noch über die Sinnhaftigkeit eines select distinct nachdenke am manyToOne Ende einer 1-n Beziehung, um das zusätzliche Select zu sparen ;) . Desweiteren traf ich witziger weise einen Kollegen aus Ausbildungszeiten, die Welt ist wirklich klein.

Alles in allem: Eine gute Veranstaltung, 3 oder 4 Tage wären mir aber definitiv zu viel oder ich müsste mir angewöhnen, aus Vorträgen, die mich aufregen, einfach raus zu gehen. Mal schauen, wie es nächstes Jahr wird… Eventuell kann man ja bis dahin DOAG und JAX zusammenwerfen ;)

Wütend

25-Feb-09

Oh man, ich bin so verdammt wütend, ein Tweet reicht nicht aus.

Es ist so zum kotzen, dass es Programmiersprachen wie PHP den Leuten so leicht machen, hübsche Sachen zu programmieren, die auseinander fallen, wenn man sie mal schief anschaut.

“Hübsche Gui” und “Ich weiß, was ich da gerade in die Datenbank schreibe” sind zwei Paar Schuhe.

Wie kann man eigentlich eine Checksum Routine so implementieren, dass sie auf unterschiedlichen Architekturen unterschiedliche Ergebnisse liefert? Braucht es da mehr als einen mittelmässig begabten Affen, zu erkennen, dass das eine scheiß Idee ist? Und noch spannender ist es natürlich dann, diese Funktion auch zu nutzen.

Boah echt ey.

Leute, lasst die Finger von PHPs crc32() Implementierung oder benutzt sie richtig.

Safari Webinspektor

08-Jan-08

Vor fast 1.5 Jahren schrieb ich im Zusammenhang mit Daily Fratze on rails über den Safari Inspektor, der damals nur in den Nightlies verfügbar war: Damaliges Daily Fratze Preview.

Leider habe ich den Inspektor im aktuellen Safari 3 nie mehr gesehen, bis ich vor ein paar Tagen auf das SülzOMat Blog stieß. Einfach im Terminal folgenden Befehl absetzen:

defaults write com.apple.Safari WebKitDeveloperExtras -bool true

Safari neu starten und man hat über das Kontextmenü den neuen Punkt “Element-Informationen”, der den Inspektor startet, der dem beliebten Plugin “Firebug” für Firefox in kaum etwas mehr nachsteht.

Vielen Dank für diesen Beitrag!

Negative Erlebnisse

11-Dec-07

Ein kurzes Update bzgl. meiner Installation von Oracle VM Server.

Der VM Server ist stupide einfach zu installieren. Alles, was danach folgt, ist eine Qual, wenn man einmal den Komfort von apt-get, debian und co. kennen gelernt hat. Ich habe gerade das Gefühl, ich werde wahnsinnig dabei.

Es ist unter Oracle Enterprise Linux ohne weiteres nicht möglich, nachträglich noch weitere Pakete aus den Installations CDs zu installieren. Dazu braucht man einen Account im Oracle Unbreakable Linux Netzwerk. Ich will die Schuld nicht alleine Oracle anlasten, bei RedHat läuft es wohl genauso.

Worauf ich hinaus will: Der Erfahrungsbericht folgt, allerdings später, als geplant.

Positive Erlebnisse

28-Nov-07

Vor einigen Wochen habe ich in der Firma einen neuen Arbeitsplatz bekommen, frühzeitiges Weihnachten quasi. Eine Dell Workstation, Core2Duo 2.66 Ghz, 2GB Ram inkl. einem 16:10 22″ Dell Monitor, alles in allem, eine richtig gutes Gerät.

Nicht nur hat Dell erfreulich schnell geliefert, es war sogar Versandkosten frei. Aber das beste: Man kennt das ja mit Windowskisten: Man baut sie auf, nimmt sie in Betrieb und hat erst mal damit zu tun, die Ausrufungszeichen in der Systemsteuerung zu beseitigen, sprich Treiber nachzuinstallieren sowie unnütze Shareware / Demoversionen von irgendwelchem Rotz zu deinstallieren. Nicht so auf dem Vostro 200. Alle Komponenten waren unter XP sauber installiert und ich musste keine einzige, dämliche Demo entfernen (ok, Virenscanner und ein paar andere, für mich überflüssige Sachen habe ich entfernt, aber Dell weiß ja nicht, das wir einen Firmenweiten Virenscanner haben).

Meine diesbezüglichen Erfahrungen mit Geräten vom “Schrauber um die Ecke” oder aus großen Elektronikketten waren bisher genau Gegenteilig, jedesmal war annähernd soviel Handarbeit gefragt, dass ich es direkt hätte selber machen können. Selbst mein altes Thinkpad (IBM R52) war nicht so ordentlich vorkonfiguriert.

Nicht, das meine Java Programme bis jetzt so schrecklich langsam waren, Eclipse war es dafür – bei sehr vielen Projekten – um so mehr. Das hat natürlich jetzt ein Ende.

Spannend wird die weitere Entwicklung: Evaluierung von Oracle VM, einer Virtualisierungslösung auf XENSource Basis. Der Manager der Oracle VM wird zur Zeit ebenfalls nur für Linux ausgeliefert (ok, nur für Oracle Unbreakable Linux), aber das ist ein Schritt weit in die Richtung, auch Linux auf den Arbeitsplatz zu bringen. Und so läuft auf meiner Workstation seit einigen Tagen OEL5 in einer VMWare und auch dort muss ich sagen: Rasant schnell.

Somit finde ich jetzt auch hoffentlich einen Übergang: In den nächsten Wochen werde ich von meinen Erfahrungen mit Oracle VM berichten, es gibt also mal wieder etwas neues neben J2EE und Rails auf diesem Blog.

Close
E-mail It